Santa Catalina: Ein verschlafenes Fischerdorf mir Charme

Santa Catalina ist unter Backpackern einer der beliebtesten Strandorte an der Pazifikküste Panamas. Vor allem Surfer besuchen dieses abgelegene Dorf westlich von Santiago und viele unter ihnen bleiben dann auch längere Zeit, um sich dem Lebensstil zwischen Schlafen, Essen und Surfen hinzugeben.

Auch wir waren angetan von Santa Catalina. Es ist klar, dass der Tourismus dieses verschlafene Dorf verändert hat. Dennoch scheint das Leben dort mehr oder weniger normal weiterzugehen. Backpacker mit Surfbrettern gehörten genauso zum Alltag wie Cowboys auf Rössern und Fischer. Und obwohl der Tourismus für die Einheimischen eine grosse Einnahmequelle darstellt, hat man nicht das Gefühl von Angeboten oder Backpackern überhäuft zu werden. Santa Catalina ist ganz einfach ein magischer Ort, wo man auch als Nicht-Surfer einige Tage verbringen kann.

Die Unterkünfte

Ich würde mich schon fast als Expertin bezeichnen, was das Angebot an Hostels in Santa Catalina angeht. Immerhin habe ich dort schon in vier verschiedenen Hostels übernachtet. Natürlich möchte ich euch mein Wissen darüber nicht vorenthalten und habe daher zwei Empfehlungen:

Surfers Paradise: Das Surfers Paradise ist unter Surfern landesweit bekannt. Es verdankt seinen exzellenten Ruf dem hilfsbereiten Besitzer, Italo, und der ausgezeichneten Lage mit Sicht auf La Punta, dem beliebtesten Surfspot. Das Hostel ist einfach aber gemütlich und es gibt auch eine Küche zum selbst kochen. Es befindet sich rund 20 Minuten zu Fuss vom Dorf und eignet sich daher vor allem für Surfer, welche lieber näher bei den Wellen sind als im Dorf.

Hostel Villa Vento Surf: Dieses Hostel befindet sich im Dorf und ist wahrscheinlich das beliebteste unter Backpackern. Es ist mit schönen Zimmern, einer grossen Küche, eigenem Laden und Swimmingpool ausgestattet. Wenn man Leute treffen möchte und es einem nichts ausmacht 20-30 Minuten vom Surfspot entfernt zu sein, dann ist das die richtige Wahl.

Die Unterhaltung

Wer nicht surft, kann zum Beispiel eine Schnorcheltour zur Insel Coiba machen. Coiba nennt man die Galapagosinsel Panamas. Wir haben Schildkröten, Delfine, kleine Haie, zahlreiche farbige Fische, Affen und ein Krokodil gesehen. Und einen kleinen Sonnenbrand haben wir uns auch geholt.

Zudem kann das Hostel Villa Vento Surf gute Unterhaltung bieten, wenn man die richtigen Leute trifft. Bei uns war das der Fall und wir unternahmen gemeinsam einen Ausflug an einen Surfstrand auf der Insel Cébaco. Wir spielten jeden Abend Poker und kochten, assen und tranken zusammen. Mit guten Leuten kann man überall Spass haben, sogar im verschlafenen Santa Catalina!

Der Abstecher

Dem Besitzer vom Hostel Villa Vento Surf gehört auch ein Hostel in Morillo. Spontan nahmen wir seine Einladung an, am nächsten Tag mit nach Morillo zu fahren. Morillo ist ein Strand mit genau einem Hostel. Sonst hat es dort nichts, weder Restaurants noch Einkaufsmöglichkeiten. Wir fühlten uns sofort wohl im Villa Vento Surf. Es wird gemeinsam gekocht, gegessen, gesurft und gelacht. Nach zwei Nächten und aufgebrauchten Lebensmitteln fuhren wir mit zwei neuen Kollegen nach Santa Catalina zurück.

Top:

Die Ruhe. Keine Partys, keine Spring Break Touristen, und kein Autolärm. Vor allem nach Costa Rica kann das eine angenehme Abwechslung sein.

Flop:

Die Internetverbindung. Die Internetverbindung ist im ganzen Dorf miserabel. Nur gerade die Bäckerei vis-à-vis vom Villa Vento Surf hat eine halbwegs funktionierende Verbindung. Das wissen die Besitzer und wechseln daher täglich das Passwort. Wer Online gehen möchte, muss somit bei ihnen Gast sein.

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