Salento, unterwegs in Kolumbiens Kaffeeregion

Salento

Von Medellin aus nahmen wir gemeinsam mit unseren Kollegen den Nachtbus in die Kaffeeregion nach Salento. Wir kamen am Morgen früh an und mussten noch einige Stunden in einem Restaurant verweilen, bis wir uns auf die Suche nach einem Hostel machen konnten. Wir entschieden uns schlussendlich für das Los Colibiries, nur wenige Meter vom Dorfplatz entfernt. Für uns was es eine gute Wahl, weil die Doppelzimmer relativ günstig waren. Nach so vielen Nächten in Dorms und in Hängematten war das bitter nötig.

Die Kaffeetour

Für viele Backpacker ist Salento der Abstecher in die Kaffeeregion Kolumbiens. Auch wir wollten diese Seite des Landes kennenlernen und nahmen an einer Tour auf einer Kaffeeplantage teil.  Die Tour war spannend, da wir nicht nur Zuhörer waren sondern auch beim Pflücken der Bohnen mit anpacken mussten. Wir wurden durch die verschiedenen Produktionsschritte geführt und durften am Ende auch noch degustieren. Einmal mehr wurde mir bewusst, dass ich absolut keine Feinschmeckerin bin was Kaffee angeht, obwohl ich ihn täglich konsumiere. Ich trank eine Tasse angeblich ausgezeichneten Espresso und wünschte mir meinen Pulver-Milchkaffee.

Wanderung im Valle de Cocora

Am zweiten Tag wanderten wir im Valle de Cocora. Die Wanderung geht zuerst durch Weiden, dann durch den Nebelwald zu einer Finca, wo es zahlreiche Kolibries und andere lustige Tiere gibt. Anschliessend führt ein anderer Weg zurück durch den Nebelwald zu Weiden, wo die höchsten Palmen der Welt wachsen. Schön! Hier entstehen auch die typischen Bilder aus Salento, welche alle Backpacker dann auf Instagram posten. Wir waren natürlich keine Ausnahme.

Tejas

Aber Salento ist nicht nur Kaffe und Palmen. Es gibt auch noch das traditionelle Spiel Tejas! Da schmeisst man Metallblöcke auf eine Lehmfläche und es gibt lustige Explosionen, wenn die mit Schiesspulver gefüllten Säckchen getroffen werden. Ein Heidenspass! Die Einheimischen machen das aus einer ziemlichen Distanz und sind sehr geübt darin, die Metallblöcke gezielt zu werfen. Um grössere Schäden zu vermeiden, wird den Touristen die einfachere Variante, mit weniger Distanz, gezeigt. Dieser Spielabend rundete unseren Aufenthalt in Salento wunderbar ab und wir waren nun bereit, weiter nach Cali zu reisen.

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